Online-Adresse dieser Seite:
www.cdu-lv-braunschweig.de
05.09.2010 | 19:35
Sitemap  |  Kontakt  |  Impressum
 
 

Aktuelles


Frauen Union des Landesverbandes Braunschweig besucht Fachklinik Erlengrund in Salzgitter

Zum Delegiertentag nach Salzgitter hatte die Vorsitzende der Frauen Union des Landesverbandes Braunschweig, Dorothea Dannehl, eingeladen. Sie freute sich besonders, dass auch der CDU Kreisvorsitzende aus Salzgitter, Wolfgang Jainta, die Vorsitzende der Frauen Union Niedersachsen, Dr. Eva Möllring, und der Landesvorsitzende Jochen Konrad Fromme sowie der Landesvorsitzende der JU Braunschweig, Claas Merfort, der Einladung gefolgt waren.

Auf dem Programm stand der Besuch der Suchtklinik Erlengrund in Salzgitter Ringelheim und die anschließende Besichtigung der der Kirchen St. Abdon und Sennen und St. Johannes Baptista. Beide Kirchen beeindruckten die Teilnehmerinnen sehr durch ihre besondere Bauweise und Ausgestaltung. Die beiden „Fremdenführer“ Diakon Dittrich und Carmen Jerke (Küsterin) präsentierten ihre Kirchen engagiert und erläuterten neben der Ausgestaltung auch geschichtliche Zusammenhänge.

Ein gemeinsamer Spaziergang rund um das Schloss mit seinem schönen Park rundete das Besichtigungsprogramm in Ringelheim ab.

 

Die Suchtklinik als Einrichtung und die Problematik von Suchterkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten in der Fachklinik waren das Hauptthema des Delegiertentages und wurden durch ein Mitglied der Klinikleitung, Herrn Reinhard Laskowski, in einem zweistündigen Gespräch dargestellt.

 

Mitten im Grünen, aber nicht aus der Welt betreibt die Lukas-Werke Suchthilfe GmbH die Fachklinik, in der suchtkranke Menschen stationär behandelt und auf ein suchtfreies Leben vorbereitet werden. Hier werden Frauen und Männer behandelt, die volljährig sind und bereits eine Entgiftung vorgenommen haben.

Sucht sucht sich niemand aus, sie schleicht sich an und Sucht ist eine chronische Erkrankung -Tatsachen, die zu begreifen wichtig sind, wenn man Patienten und Patientinnen erfolgreich behandeln will.

„Sucht zerstört nicht nur die Organe, sondern psychisch und sozial den gesamten Menschen“, führte Herr Laskowski aus. Um dieser Zerstörung entgegen zu wirken, arbeitet die Klinik konzeptionell eng mit Angehörigen und Arbeitgebern der Erkrankten zusammen. Wesentlicher Ansatz im Therapiekonzept ist auch die Eigenverantwortlichkeit der Patienten. Vom ersten Tag der Aufnahme an ist es den Patienten gestattet, das Klinikgelände zu verlassen. Sie sollen üben, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen. Ein wichtiger Baustein der Therapie ist die Selbsteinschätzung. Welches Ziel verfolge ich? Was kann ich schaffen? Was nehme ich mir vor? Das sind nur einige Fragen, die bei der Erarbeitung des Therapieplans zusammen mit dem Patienten beantwortet werden müssen.

60 Personen können in der Klinik therapiert werden. Die einzelnen Gruppen bestehen maximal aus 12 Personen.

Für die Zukunft wünscht sich der Therapeut mehr Beratung und Gesundheitserziehung der jungen Menschen, denn die Einstiegsdroge Nummer 1 ist Nikotin. Auch sind junge Menschen erheblich mehr gefährdet. Ein 13-jähriger junger Mensch etwa entwickelt bereits nach 14 Tagen regelmäßigen Konsums ein Abhängigkeit, Erwachsene brauchen dagegen einen deutlich längeren Zeitraum von mehreren Monaten der Gewöhnung an ein Suchtmittel

Neben der Klinik sind die Fachambulanzen der wichtigste Teil der Arbeit des Lukas-Werkes. Sie sind der Kern der Suchtarbeit. Dieser flächendeckende Verbund wird geprägt durch die starke Verankerung in den Zentren der Region.

 

Zum Ausklang besuchten die Delegierten Salzgitter Bad, um sich bei einem Rundgang über die Entwicklung der dortigen Innenstadt zu informieren. Eine Stippvisite des neuen Gradierpavillons im Rosengarten durfte dabei natürlich auch nicht fehlen.




<< Zurück zur Aktuelles-Liste